KI Roboter

Der Megatrend

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Von Mythos zur Realität

Humanoide Roboter faszinieren Menschen seit über 2.000 Jahren – vom bronzenen Talos der griechischen Mythologie bis zu Leonardo da Vincis mechanischem Ritter. Heute sorgt künstliche Intelligenz für den Durchbruch: Was früher Jahre dauerte, etwa einem Roboter das Laufen beizubringen, gelingt nun in wenigen Wochen dank lernender Modelle und Simulation. Wir stehen am Beginn einer Ära, in der KI und Robotik zu lernfähigen, vielseitigen Maschinen verschmelzen, die sich ständig verbessern.

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Der globale Wettlauf

Weltweit arbeiten inzwischen weit über 100 Unternehmen an humanoiden Robotern; aktuelle Verzeichnisse listen bereits deutlich mehr als 129 Hersteller und Plattformen. China und die USA dominieren mit der höchsten Dichte an Neugründungen, während Europa – inklusive Deutschland – mit starken Maschinenbau- und KI-Teams aufholt. Figure AI wurde 2025 in einer Finanzierungsrunde mit rund 39 Milliarden Dollar bewertet und zeigt, wie schnell sich dieser Markt kapitalisiert.

Anatomie eines Humanoiden

Besonders komplex sind Hände und Greifsysteme, die einen großen Anteil an den Entwicklungskosten eines humanoiden Roboters ausmachen und oft als teuerstes Einzelmodul gelten. Ob Räderplattform, vierbeinige Systeme oder zweibeinige Humanoiden: Jede Bauform hat spezifische Vor- und Nachteile bei Energieverbrauch, Geländegängigkeit und Sicherheit. Die zentrale Herausforderung bleibt: Ein rund 60-kg-Roboter muss seine Balance zuverlässig halten, Kollisionskräfte begrenzen und darf im Fehlerfall nicht unkontrolliert stürzen.

Was kostet ein humanoider Roboter?

Die Preisspanne reicht von einfachen Lern- und Consumer-Systemen im niedrigen vierstelligen Dollarbereich bis hin zu professionellen Plattformen im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Für den Haushaltsbereich kalkulieren Anbieter derzeit mit Preisen, die eher im Bereich eines gut ausgestatteten Gebrauchtwagens liegen – oder mit Abo-Modellen. 1X Technologies bietet seinen NEO etwa als Home-Roboter im Abo ab 499 Dollar pro Monat an, mit Auslieferung an frühe Kunden ab 2026.

Die nächste Evolutionsstufe

Humanoide Roboter sind nur ein Zwischenschritt in einer breiteren Entwicklung von weichen Robotern, intelligenten Prothesen und hybriden Systemen aus Technik und Biologie. Forschende arbeiten an Soft-Robotics mit künstlichen Muskeln, neuartigen Materialien und Organ-on-Chip-Konzepten, die längerfristig die Grenze zwischen „Tool“ und „Wesen“ verwischen könnten. In den 2040er-Jahren erwarten viele Expertinnen und Experten neue Formen künstlichen Lebens – die gesellschaftliche Debatte über Status und Rechte solcher Entitäten hat damit faktisch bereits begonnen.

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